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Tipps im Umgang mit Trauernden: Für Angehörige, Kollegen, Freunde und Bekannte

Trauer macht hilflos, sprachlos und machtlos.

Das gilt nicht nur für den Trauernden selbst, sondern auch für ihr Umfeld.

Viele Menschen vermeiden Begegnungen und Gespräche mit Trauernden, nicht aus bösen Willen sondern aus Ratlosigkeit und Angst etwas falsch zu machen. 


Tipps im Umgang mit Trauernden

Nehmen Sie sich Zeit und stellen Sie Fragen:

Angesichts des Todes werden oft die einfachsten Fragen nicht mehr gestellt.


Hier finden Sie einige nützliche Tipps im Umgang mit Trauernden:


  • Da sein: Suchen Sie auf jeden Fall den Kontakt, auf welche Art auch immer, und beachten Sie, dass der Kontakt nicht immer Reden bedeuten muss. Ein Kondolenzkärtchen, ein schriftliches Angebot eines Besuches, ein Blumenstrauß – Trauernde freuen sich schon über kleine Gesten und Angebote.


  • Eigene Hilflosigkeit ansprechen: Wenn Sie selbst gar nichts mehr zu sagen wissen, artikulieren Sie ihre eigene Hilflosigkeit. Sprechen Sie Ihre eigenen Gefühle an z.B. „Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll“ oder „Mich macht das selbst ganz hilflos, das mitzuerleben“


  • Hilfe anbieten: Bieten Sie ganz pragmatische Hilfe in der Bewältigung des Alltags an. Gerade in der Anfangsphase nach einem schweren Verlust vergessen Trauernde tatsächlich die existenziellsten Dinge, vor allem vergessen Sie sich selbst. 


  • Sich in Geduld üben: Trauer ist eine schwere Krise – das kann sehr lange dauern, Wirklich lange! 


  • Vertrauen:  Versuchen  Sie  daran zu glauben, dass Trauernde ihren eigenen Weg schon finden werden, einen Weg „zurück in ein anderes/neues Leben“ auch wenn es gerade nicht den Anschein macht.


  • Hinhören, aushalten, auch bei Wiederholungen: Behalten Sie nach Möglichkeit im Blick, dass es Trauernden am meisten hilft, wenn sie das Gefühl haben, verstanden zu werden – oder das Gefühl bekommen, dass es einen Ort gibt, an dem sie über ihre Gefühle reden können.


  • Ratschläge und Eigenes weglassen: Achten Sie darauf, dem Trauernden möglichst nicht die eigenen Erfahrungen mit Tod und Trauer mitteilen zu wollen, mag die Versuchung auch noch so groß sein.


  • Aktivitäten ausprobieren, aber dezent: Bieten Sie z.B.: gemeinsame Spaziergänge an – viele Trauernde sind gern in der Natur. Das gemeinsame spazieren lässt auf angenehme Art und Weise längere Schweigephasen aushalten. Das Gehen nebeneinander verbindet.


  • Nennen Sie den Gestorbenen bei seinem Namen: Aus Angst davor jemanden zu verletzen vermeidet man Gespräch wo der Verstorbene dabei war oder genannt werden kann/soll. Es tut gut  Geschichten vom Verstorbenen zu erzählen und dabei liebevoll den Namen zu nennen. 

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